Ein Abschied – und ein Danke
- 16. Apr.
- 2 Min. Lesezeit

Es gibt Texte, die man nie schreiben möchte. Und doch kommt irgendwann der Moment, an dem man ehrlich hinschauen muss.
Das Yoga Shelter wird zum 15. Juli 2026 seine Türen schließen.
Diese Entscheidung ist mir alles andere als leicht gefallen. Das Shelter war nie einfach nur ein Studio. Es war ein Herzensprojekt. Ein Ort, der über die Jahre gewachsen ist – durch euch, durch Begegnungen, durch gemeinsame Praxis, durch all die kleinen und großen Momente, die diesen Raum gefüllt haben.
Meine ursprüngliche Vision war dabei immer ganz einfach: Ich wollte, dass es Yoga in Kirchheim gibt. Einen Ort, an dem Menschen ankommen können. Einen Raum, der trägt. Ohne großen Anspruch, aber mit viel Gefühl.
Dass daraus für viele von euch ein zweites Zuhause geworden ist, bedeutet mir mehr, als ich in Worte fassen kann.
Warum wir schließen
So sehr das Shelter von Herzblut getragen wurde, so sehr war es am Ende auch ein wirtschaftliches Projekt. Und die Rahmenbedingungen haben sich in den letzten Jahren stark verändert.
Trotz vieler Versuche und Anpassungen ist klar geworden: Ein nachhaltiger Betrieb ist so nicht mehr möglich.
Diese Realität anzuerkennen, war ein Prozess. Und keine leichte Entscheidung. Aber eine ehrliche.
Was bleibt
Auch wenn das Shelter als Ort verschwindet, verschwindet nicht das, was es ausgemacht hat.
Die Begegnungen.
Die Gespräche nach den Stunden.
Die Momente der Stille.
Das gemeinsame Atmen.
Und vielleicht auch ein Gefühl, das ihr mitnehmt – in eure Praxis, in euren Alltag, in andere Räume.
Es war mir nie wichtig, ein Studio zu „besitzen“.
Wichtig war mir immer, einen Raum zu schaffen.
Und dieser Gedanke lebt weiter.
Wie es weitergeht
Ich bin sehr dankbar, dass es mit dem Riverflow Studio einen wunderbaren Ort hier in Kirchheim gibt, an dem Yoga weiterhin gelebt wird.
Zu wissen, dass ihr dort auch in Zukunft praktizieren könnt, nimmt dieser Entscheidung ein Stück Schwere. Und vielleicht begegnet ihr euch dort wieder. Vielleicht fühlt sich manches sogar vertraut an.
Die letzten Monate
Bis zum 15. Juli sind wir noch da.
Und ich wünsche mir, dass wir diese Zeit bewusst miteinander erleben. Ohne Abschiedsschwere im Vordergrund – sondern mit dem, was das Shelter immer war: Präsenz, Verbindung, gemeinsames Praktizieren.
Danke
Danke, dass ihr Teil dieses Ortes wart.
Danke für euer Vertrauen, eure Offenheit und eure Zeit.
Ohne euch wäre das Shelter nie das geworden, was es war.
Und auch wenn dieses Kapitel endet – die Erinnerungen bleiben.
Herzlichst, Eure Kamilla.



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